Integrierter Zwischenbericht 2018 – Auf in eine neue Zeit!

Neue Produkt- und Servicekonzepte

Komfort Check-in ersetzt Fahrkartenkontrolle

Nach einer Testphase haben wir im Juni den Komfort Check-in bundesweit eingeführt. Dadurch entfällt die Ticketkontrolle, der Kunde checkt sich selbst ein. Die Funktion ist exklusiv in die App DB Navigator für alle Kunden mit einem Handy beziehungsweise Online-Ticket sowie einer Sitzplatzreservierung integriert. Haben die Fahrgäste ihren Sitzplatz eingenommen, checken sie einfach per Klick in der App ein. Dem Zugpersonal werden diese Informationen anschließend auf ihren Geräten angezeigt. Die gewonnene Zeit nutzen die Zugbegleiter künftig für mehr Kundenservice. Ab 2019 soll der digitale Service auch für weitere Ticketarten freigeschaltet werden.

Neue digitale Services im Nahverkehr

DB Regio möchte mit den Bestellern im Nahverkehr den Kunden ein digitales Reiseerlebnis ermöglichen. Dafür wird WLAN-Technik im Zug installiert. Außerdem wurde ein Infor­­mationsportal entwickelt, das Nachrichten, Informationen zur Reise und touristische Auskünfte bietet. Neben zahlreichen Pilotprojekten, wie bei der S-Bahn München, wurden nun bereits einige Nahverkehrsnetze mit WLAN ausgestattet: Elbe-Saale-Bahn, Expresskreuz Bremen, S-Bahn Rhein-Main und S-Bahn Stuttgart. Mit weiteren Aufgabenträgern werden Gespräche geführt. Aktuell werden bei der S-Bahn Hamburg die Stationen mit WLAN ausgerüstet.

ioki – Mobility on Demand

Mit ioki bringen wir On-Demand-Mobilität und autonomes Fahren in den öffentlichen Verkehr. Unser Angebot haben wir weiter ausgebaut:

  • ioki kooperiert mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Im Rahmen eines Pilotprojekts wird ein selbstfahrender Kleinbus erstmals auch per App individuell bestellbar sein. Der Kleinbus ist seit April auf dem EUREF-Campus in Berlin unterwegs. Zu einem späteren Zeitpunkt ist ge­­­plant, den Testbetrieb auf öffentliche Straßen aus­zuweiten.
  • Im Mai 2018 folgte das erste On-Demand-Angebot als Teil des öffentlichen Personennahverkehrs mit Integration in den bestehenden Tarif im rheinland-pfälzischen Wittlich. Das »Wittlich Shuttle« ergänzt vorhandene Verkehrsinfrastrukturen und befördert die Kunden auf flexiblen und je nach Fahrtziel unterschiedlichen Routen. Der Service ist bequem per App buchbar. Inhaber von Zeitkarten oder Einzelfahrscheinen zahlen für das neue Angebot 1 Komfortzuschlag.
  • Im Rahmen der Smart-City-Partnerschaft des DB-Konzerns mit der Freien und Hansestadt Hamburg setzt ioki ab Juli 2018 einen fahrerbasierten On-Demand-Shuttleservice mit Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr in Hamburg um.
  • Bereits 10.000 Fahrgäste nutzten den autonomen Klein­­bus in Bad Birnbach. Ab Sommer 2018 wird zusätzlich ein zweiter Bus eingesetzt. Die beiden Fahrzeuge fahren dann auch den 2 km entfernten Bahnhof an.

Kooperationen für selbstfahrende Lkw

DB Schenker führt in Kooperation mit MAN und der Hochschule Fresenius ein vom BMVI gefördertes Platooning­­Projekt durch. Darüber hinaus erfolgen 2018 unter ande­­rem vorbereitende Aktivitäten für die Pilotierung autonomer Lkw-Fahrten auf Terminalgelände. Die Testfahrzeuge für das Lkw-Platooning-Projekt wurden im Februar 2018 von MAN an DB Schenker übergeben. 

Weiterführende Informationen

Blockchain nutzbar machen

Blockchain gilt als eine der disruptivsten Technologien überhaupt. Der DB-Konzern erprobt verschiedene Anwendungsfälle – von Logistiklieferketten über die Verrechnung interner Dienstleistungen mittels Smart Contracts und die Erlösaufteilung im Regionalverkehr bis hin zur digitalen Identität, etwa von Zügen, aber auch von Reisenden. Das Blockchain-­Team von DB Systel treibt die Umsetzung von Blockchain und Dis­­­­­tributed Ledger Technology voran.

Durchblick in Echtzeit mit SmartBooking

Die von DB-Mitarbeitern entwickelte Lösung SmartBooking bildet freie Konferenzräume und Arbeitsplätze in Echtzeit ab. Dafür wurden bereits die ersten Räume und Arbeitsplätze testweise mit Sensoren, die wie Bewegungsmelder funktionieren, und Check-in-Buttons ausgestattet. Arbeitsplätze können so per Knopfdruck belegt und wieder freigegeben werden. Die Daten werden über ein Funknetz an die DB-Internet-of-Things-Cloud übertragen.