Integrierter Zwischenbericht 2018 – Auf in eine neue Zeit!

Ereignisse im ersten Halbjahr 2018

Gewinn von Verkehrsverträgen 

Gewonnene Verkehrsverträge (Bus)
1. Halbjahr 2018

Laufzeit

Umfang
in Mio. Buskm

p. a.

ins-
gesamt 1)

Schweden

Helsingborg
City Traffic
(Skånetrafiken)

06/2019 06/2027

6,4

51,2

Schweden

E32 Ekerö

06/2019 06/2029

4,6

46,5

Niederlande

Zuid Holland Noord 2)

12/2020 – 12/2022

20,5

41,0

Großbritannien

London
(8 Teilstrecken)

jeweils 5 Jahre

5,7

28,4

Tschechien

Bilovecko (Region
Moravskoslezský –
Nordmähren)

12/2018 – 12/2028

2,5

24,6

Polen

City of Warsaw I

12/2018 – 12/2026

2,0

16,0

Tschechien

Teplice

(Region Ústecký –Nordböhmen)

07/2018 – 12/2023

2,1

11,7

Insgesamt 1)

43,8

219,4

1)Rundungsdifferenzen möglich.
2) Verlängerung des bestehenden Vertrags.

  • DB Arriva hat Gebote für zwei neue Busverträge in Warschau im Gesamtwert von 110 Mio. abgegeben. Der erste Verkehrsvertrag wurde gewonnen. Wenn auch die zweite Ausschreibung erfolgreich ist, wird DB Arriva mit 668 Bussen einer der größten privaten Betreiber in Polen. Reisende würden von Verbesserungen einschließlich Klimatisierung und Echtzeitinformationen profitieren.
  • Arriva Schweden hat einen Achtjahresvertrag über den Be­­trieb von Bussen im schwedischen Helsingborg ge­­wonnen, darunter das neue elektrische Bus-Rapid-Transit-­System (BRT) mit der Bezeichnung Helsingborg Express Line. Im Rahmen des 185-Mio.-€-Verkehrsvertrags, der im Juni 2019 beginnt, wird DB Arriva 76 Busse in dem Stadtnetz einsetzen mit weiteren sechs in Reserve. 13 dieser Busse werden auch Teil des neuen elektrischen BRT-­­Systems sein. Bis 2023 werden weitere 13 elektrische Busse in die Flotte aufgenommen. DB Arriva wird auch die neuesten Ticketsysteme und integrierte Fahrpläne anbieten.
  • Die öffentliche Verkehrsverwaltung in Stockholm hat den Vertrag mit Arriva Schweden verlängert, die damit ab Juni 2019 für weitere zehn Jahre Busse in Ekerö betreibt.

Fahrplanwechsel bei Arriva Rail North

Im Mai 2018 wurden in Großbritannien neue Fahrpläne für den Zugverkehr eingeführt. Die zweimal jährlich vorgenommenen Anpassungen der Fahrpläne ermöglichen Änderungen, um die Kapazität zu erhöhen und saisonale Schwankungen auszugleichen. Die Änderungen im Mai 2018 waren die anspruchsvollsten, die seit Jahrzehnten geplant wurden.Die Einführung der Änderungen verlief jedoch bei einigen Betreibern, darunter Arriva Rail North, nicht reibungslos. In den ersten Tagen kam es zu einem unakzeptabel hohen Aus­­maß an Störungen und kurzfristigen Ausfällen. Diese Probleme traten bei Arriva Rail North infolge des verkürzten Zeitplans für die Planung auf. Dies resultierte aus Verzögerungen bei Network Rail, dem Infrastrukturanbieter, der Infrastrukturarbeiten nicht rechtzeitig fertigstellen konnte. Arriva Rail North führte einen vorläufigen Zeitplan ein, in dem die Leis­tungen um 6% reduziert wurden, wobei im Mai danach immer noch mehr Leistungen als zuvor angeboten wurden, und stabilisierte das Angebot. Durch diese Maßnahme konnte Arriva Rail North seinen Kunden mehr Verlässlichkeit bieten. Gemeinam mit dem Kunden Rail North Partnership wird der vollständige Zeitplan schrittweise wieder eingeführt.

Streiks bei Arriva Rail North

Bei Arriva Rail North gibt es weiterhin große Herausforderungen durch Arbeitskampfmaßnahmen. Diese Probleme resultieren aus den Plänen zur Einführung eines automatisierten Abfertigungsverfahrens (Driver Controlled Operation; DCO) im Northern-Rail-Netzwerk als Teil eines umfassenden Moder­­nisierungsprogramms, das den Zugverkehr im Norden Englands verändern soll. Trotz der Zusicherungen von Arriva Rail North bezüglich Entgelt und Arbeitsbedingungen hat sich die Gewerkschaft RMT (Rail, Maritime and Transport workers union) landesweit gegen die Einführung von DCO ausgesprochen und Garantien verlangt, dass Arriva Rail North unter allen Umständen immer eine sicherheitskritische zweite Person in allen Zügen hat. Dies führte seit An­­­fang 2017 zu einer Reihe von Streiks mit weiteren Streiks bei anderen Betreibern. Die Einführung von DCO ist Teil des Ver­trags zwischen DB Arriva und dem britischen Verkehrsmini­s­terium. Streiks für Juli 2018 wurden ausgesetzt, da einige Fortschritte in den Diskussionen erzielt werden konnten.

Weitere Ereignisse

  • Liverpool wird die erste britische Stadt sein, die nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Kent die On-Demand-Lösung von UK Bus (ArrivaClick) einführt. DB Arriva arbeitet daran, den neuen bargeldlosen Service später im Som­­mer einzuführen, zunächst mit sechs Fahrzeugen und dann perspektivisch bis zum Sommer 2019 mit 25 Fahrzeugen.
  • Im Rahmen der »Destination Green«-Strategie hat DB Arriva als erster großer Anbieter in Großbritannien die Strom­­versorgung auf 100% erneuerbare Energien umgestellt. Fast alle britischen Bus- und Bahnstandorte (Bahn­­höfe, Depots und Büros) werden im Rahmen eines dreijährigen Stromliefervertrags mit SSE Business Energy zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.
  • Arriva Denmark hat die DriveNow-On-Demand-Fahrzeugflotte mit 200 neuen Stadtautos in Kopenhagen um 50% erweitert. Der Service ist stetig gewachsen, mit einem starken Umsatzanstieg nach der Ankündigung. Kundendaten zeigen die Notwendigkeit einer verbesserten Fahrzeugauswahl, als zuvor verfügbar war.