Integrierter Zwischenbericht 2018 – Auf in eine neue Zeit!

Entwicklung im ersten Halbjahr 2018

  • Nachfragerückgang bei Strom- und Dieselprodukten.
  • Preissteigerungen an den Primärenergiemärkten.
  • Verstärkte Investitionen in den Neubau und die Erneuerung von Bahnstromleitungen.

DB Netze Energie

1. Halbjahr

Veränderung

2018

2017

absolut

%

Versorgungs­sicherheit in %

99,99

99,99

Traktionsstrom
(16,7 Hz und Gleichstrom) in GWh

4.146

4.283

– 137

– 3,2

Durchleitung Traktionsenergie
(16,7 Hz) in GWh

842,6

999,6

157,0

15,7

Stationäre Energien
(50 Hz und 16,7 Hz) in GWh

8.885

9.813

– 928

– 9,5

Dieselkraftstoff in Mio. l

214,3

218,1

– 3,8

– 1,7

Gesamtumsatz in Mio.

1.383

1.416

– 33

– 2,3

Außenumsatz in Mio.

628

654

– 26

– 4,0

EBITDA bereinigt in Mio.

47

79

– 32

– 40,5

EBIT bereinigt in Mio.

12

44

– 32

– 72,7

ROCE in %

2,2

9,4

Capital Employed per 30.06. in Mio.

1.097

947

+ 150

+ 15,8

Netto-Finanzschulden
per 30.06. in Mio.

646

445

+ 201

+ 45,2

Tilgungsdeckung in %

12,2

24,7

Brutto-Investitionen in Mio.

81

48

+ 33

+ 68,8

Netto-Investitionen in Mio.

40

17

+ 23

+ 135

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

1.734

1.742

– 8

– 0,5

Das hohe Niveau der Versorgungssicherheit konnte weiter beibehalten werden.

Die Mengenentwicklung war rückläufig:

  • Der Absatz von Traktionsstrom sank vor allem durch eine geringere Nachfrage konzerninterner Kunden, insbesondere im Güterverkehr.
  • Die für konzernexterne Kunden durchgeleiteten Traktionsstrommengen gingen zurück. Bereinigt um diesen Effekt ist ein Anstieg aus Verlagerungen von der Vollstromversorgung in die Durchleitung zu verzeichnen.
  • Im Bereich stationäre Energien nahm der Absatz an konzernexterne Kunden ab. Maßgeblich war ein Mengenrückgang aus kurzfristigen Portfoliooptimierungen am Energiemarkt als Folge geringerer Energie-Fahrplanabweichungen. Gegenläufig stieg das operative Geschäft im Industriekundenbereich an.
  • Die rückläufige Nachfrage nach Dieselkraftstoffen ist auf die Entwicklung der konzerninternen Kunden im Güter- und Personennahverkehr zurückzuführen. Die Nachfrage konzernexterner Kunden stieg leicht an.

Die wirtschaftliche Entwicklung war rückläufig. Gesunkene Erträge und deutlich gestiegene Bezugspreise an den Primär­­­­energiemärkten bewirkten eine Verschlechterung des bereinigten EBITDA und EBIT.

  • Die Umsatzerlöse sanken bedingt durch die rückläufigen Absatzmengen aus Traktionsenergie und Portfoliooptimierungen am Energiemarkt. Kompensierend wirkten sowohl mengen- als auch preisbedingt höhere Umsätze aus dem Industriekundengeschäft.
  • Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge (+ 47,4%) resultierte aus höheren Erträgen aus Versicherungsleistungen sowie Effekten aus der Auflösung von Rückstellungen.
  • Der vor allem durch die Entwicklung der Energiebezugsaufwendungen bestimmte Materialaufwand (+ 0,2%) war annähernd unverändert. Mengenbedingte Aufwandsrückgänge wurden durch negative Preiseffekte aus deutlich gestiegenen Primärenergiepreisen für Strom- und Mineralölprodukte vollständig aufgezehrt.
  • Der Personalaufwand (+ 1,7%) erhöhte sich tarifbedingt.
  • Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands (+ 7,1%) spiegelt die Aufwendungen für die Weiterentwicklung der IT-Systeme wider.
  • Die Abschreibungen blieben annähernd unverändert.

Der Rückgang des operativen Ergebnisses führte verstärkt durch ein höheres Capital Employed zu einer deutlichen Verschlechterung des ROCE. Der Anstieg des Capital Employed ist insbesondere auf ein gestiegenes Vorratsvermögen sowie temporär erhöhte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an konzernexterne Kunden zurückzuführen.

Auch die Tilgungsdeckung ging infolge des rückläufigen operativen Cashflows bei gleichzeitig gestiegenen Netto-Finanzschulden deutlich zurück. Die Entwicklung der

Netto-Finanzschulden war getrieben durch eine höhere Kapitalbindung im Capital Employed.

Verstärkte Investitionen in den Neubau sowie die Ertüchtigung von Bahnstromleitungen verbunden mit einer zügigeren Projektabwicklung führten zu einem Anstieg des Investitionsvolumens.

Die Zahl der Mitarbeiter blieb annähernd unverändert.