Integrierter Zwischenbericht 2018 – Auf in eine neue Zeit!

Entwicklung im ersten Halbjahr 2018

  • Streiks bei UK Trains und in den Niederlanden sowie witterungsbedingte Einschränkungen hatten dämpfende Effekt.
  • Herausforderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld in Nordeuropa und bei UK Bus.
  • Positive Auswirkungen durch gestiegene Fahrgastumsätze und Leistungsverbesserungen bei UK Trains.
  • Negative Währungskurseffekte durch schwächeres Pfund.

DB Arriva

1. Halbjahr

Veränderung

2018

2017

absolut

%

Pünktlichkeit Schiene
(Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande und Polen) in %

91,2

93,2

Reisende Bus und Schiene in Mio.

990,3

999,7

9,4

0,9

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

6.378

6.560

182

2,8

Betriebsleistung Bus in Mio. Buskm

538,0

543,2

– 5,2

– 1,0

Betriebsleistung Schiene in Mio. Trkm

87,9

92,3

– 4,4

– 4,8

Gesamtumsatz in Mio.

2.706

2.662

+ 44

+ 1,7

Außenumsatz in Mio.

2.702

2.659

+ 43

+ 1,6

EBITDA bereinigt in Mio.

243

238

+ 5

+ 2,1

EBIT bereinigt in Mio.

106

110

– 4

– 3,6

Brutto-Investitionen in Mio.

153

184

– 31

– 16,8

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

54.658

54.145

+ 513

+ 0,9

Die Pünktlichkeit im Schienenpersonenverkehr (Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande und Polen) ist im ersten Halbjahr 2018 zurückgegangen. Dies resultierte im Wesentlichen aus witterungsbedingten Einschränkungen in Verbindung mit Störungen der Infrastruktur und dem Fahrplanwechsel im Mai in Großbritannien.

Die Entwicklung der Leistungsdaten war leicht negativ, hauptsächlich aufgrund von Streiks und Bauarbeiten bei UK Trains und der Einstellung des Verkehrsvertrags Tyne and Wear Metro im März 2017.

Die wirtschaftliche Entwicklung wurde gedämpft, vor allem aufgrund von Umsatzeinbußen wegen Streiks und witterungsbedingten Einschränkungen. Insgesamt verbesserte sich das bereinigte EBITDA leicht, aber erhöhte Ab­­schreibungen aufgrund von erhöhten Investitionen im Jahr 2017 führten zu einem leichten Rückgang des EBIT.

  • Die Umsätze werden zu 20% in der Sparte UK Bus, zu 41% in der Sparte UK Trains und zu 39% in der Sparte Mainland Europe generiert. Der Anstieg des Umsatzes ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Fahrgastumsätze bei UK Trains sowie auf die Akquisition von Autotrans im August 2017 zurückzuführen. Währungseffekte (Entwicklung des britischen Pfunds), Streiks bei UK Trains sowie markt- und wettbewerbsbedingte Rückgänge bei UK Bus wirkten dagegen dämpfend.
  • Die sonstigen betrieblichen Erträge (– 3,9%) wurden haupt­­sächlich beeinflusst durch Finanzierungsbeiträge für Projektkosten (gegenläufig wirkten höhere sonstige be­­triebliche Aufwendungen). Kompensierend wirkten sich Wechselkurseffekte aus.
  • Der Materialaufwand (– 0,2%) blieb annähernd unverändert. Währungskurseffekte wirkten hier positiv.
  • Der Personalaufwand (+ 0,7%) stieg durch die Akquisition von Autotrans, gesetzliche Änderungen in Großbritannien und Gehaltssteigerungen. Dies wurde weitgehend durch eine Erfassungsänderung in Bezug auf Pensionen und einen signifikant positiven Währungskurseffekt kompensiert.
  • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 5,8%) erhöhten sich aufgrund von Projektkosten (kompensiert durch höhere sonstige betriebliche Erträge), Franchisezahlungen bei UK Trains und Kosten für Versicherungsschäden bei UK Bus.
  • Die Abschreibungen (+ 7,0%) wurden maßgeblich durch höhere Investitionen im Jahr 2017 und die Akquisition von Autotrans geprägt.

Die Investitionen bei UK Bus sind infolge hoher Investitionen im ersten Halbjahr 2017 für neue Verkehrsverträge in London geringer.

29% der Mitarbeiter von DB Arriva sind in der Sparte UK Bus beschäftigt, 23% in der Sparte UK Trains und 47% in der Sparte Mainland Europe. Die Mitarbeiterzahl ist leicht ge­­­stie­­gen, bedingt durch die Akquisition von Auto­trans. Gegenläufig wirkte das Auslaufen oder Anpassen von Verkehrs­­verträgen.

Sparte UK Bus

  • Herausforderndes Marktumfeld sowie Kostendruck in den regionalen Busmärkten.
  • Marktanteil in London stieg trotz eines herausfordernden Umfelds.
  • Negative Währungskurseffekte durch schwächeres Pfund.

Sparte UK Bus

1. Halbjahr

Veränderung

2018

2017

absolut

%

Reisende in Mio.

348,8

350,0

1,2

0,3

Betriebsleistung in Mio. Buskm

176,7

180,4

– 3,7

– 2,1

Gesamtumsatz in Mio.

529

546

– 17

– 3,1

Außenumsatz in Mio.

528

545

– 17

– 3,1

EBITDA bereinigt in Mio.

60

69

– 9

– 13,0

EBIT bereinigt in Mio.

20

32

– 12

– 37,5

Brutto-Investitionen in Mio.

26

76

– 50

– 65,8

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

16.005

16.349

– 344

– 2,1

Die Zahl der Reisenden ging infolge von Leistungsanpassungen in den Regionen außerhalb Londons und in London leicht zurück.

Das bereinigte EBITDA und EBIT verschlechterten sich insbesondere aufgrund des herausfordernden Marktumfelds einschließlich des hohen Kostendrucks sowie Rückgängen bei den regionalen Fahrgastumsätzen.

  • Die negative Umsatzentwicklung resultierte aus rückläufigen regionalen Fahrgastumsätzen (einschließlich der Auswirkungen der Leistungsanpassungen) sowie aus dem Wegfall von Krankentransporten. Positiv wirkte eine verbesserte Leistungsabrechnung in London. Währungskurseffekte wirkten negativ.
  • Die sonstigen betrieblichen Erträge (+ 53,3%) stiegen an. Parallele Veränderungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wirkten allerdings gegenläufig.
  • Der Materialaufwand (– 7,4%) ging infolge der Leistungsanpassungen zurück.
  • Der Personalaufwand (– 1,3%) wurde durch negative Auswirkungen von gesetzlichen Änderungen sowie Gehalts­­steigerungen geprägt, die durch Wechselkurseffekte überkompensiert wurden.
  • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 19,4%) stiegen aufgrund von höheren Beratungsaufwendungen und Versicherungskosten.
  • Die Abschreibungen (+ 8,1%) waren aufgrund der erheblichen Investitionen im Jahr 2017 höher.

Die Investitionen sind deutlich zurückgegangen. Dies resultierte hauptsächlich aus umfangreicheren Fahrzeugbeschaffungen im ersten Halbjahr 2017 im Zusammenhang mit gewonnenen Verkehrs­verträgen in London.

Die Mitarbeiterzahl war vor allem infolge der Beendigung von Nicht-Notfall-Krankentransporten rückläufig.

Sparte UK Trains

  • Streiks und witterungsbedingte Einschränkungen hatten dämpfenden Effekt.
  • Positive Entwicklung der Fahrgastumsätze.
  • Negative Währungskurseffekte durch schwächeres Pfund.

Sparte UK Trains

1. Halbjahr

Veränderung

2018

2017

absolut

%

Reisende in Mio.

193,6

206,3

12,7

6,2

Verkehrsleistung in Mio. Pkm

5.249

5.375

126

2,3

Betriebsleistung in Mio. Trkm

61,3

64,5

– 3,2

– 5,0

Gesamtumsatz in Mio.

1.147

1.103

+ 44

+ 4,0

Außenumsatz in Mio.

1.123

1.086

+ 37

+ 3,4

EBITDA bereinigt in Mio.

59

31

+ 28

+ 90,3

EBIT bereinigt in Mio.

42

16

+ 26

+ 163

Brutto-Investitionen in Mio.

25

21

+ 4

+ 19,0

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

12.802

12.509

+ 293

+ 2,3

Die Leistungsentwicklung wurde durch Streiks, witterungsbedingte Einschränkungen und die Einstellung des Verkehrsvertrags Tyne and Wear Metro (März 2017) geprägt. Die verspätete Umsetzung des branchenweiten Schieneninfrastrukturprogramms und des Fahrplanwechsels hatten zusätzlich negative Auswirkungen.

Das bereinigte EBITDA und EBIT verbesserten sich durch das Umsatzwachstum, das teilweise durch Streiks und witte­­rungsbedingte Einschränkungen kompensiert wurde.

  • Die Umsatzentwicklung war positiv, einschließlich der Passagiereinnahmen, wurde jedoch durch die Einstellung der Tyne-and-Wear-Verkehre gedämpft. Wechselkurseffekte wirkten sich zudem deutlich negativ aus.
  • Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben unverändert. Zuwächse vor allem aufgrund von Finanzierungsbeiträ­­gen für Projektkosten (gegenläufig wirkten höhere sonstige betriebliche Aufwendungen) wurden vollständig durch Wechselkurseffekte kompensiert.
  • Der Materialaufwand (+ 4,3%) ist hauptsächlich infolge von Modernisierungsmaßnahmen bei Arriva Rail North gestiegen. Wechselkurseffekte wirkten sich positiv aus.
  • Der Personalaufwand (– 3,9%) ist vor allem aufgrund einer Erfassungsänderung in Bezug auf Pensionen zurückgegan­­gen. Wechselkurseffekte wirkten sich zudem positiv aus.
  • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 4,2%) er­­­höhten sich aufgrund von Projektkosten (gegenläufig wirk­­ten höhere sonstige betriebliche Erträge) und einer Än­­­de­­­­rung der Franchisezahlungen bei CrossCountry.
  • Die Abschreibungen (+ 12,5%) stiegen infolge von Investitionen, hauptsächlich bei Arriva Rail North.

Der Anstieg der Investitionen resultierte im Wesentlichen aus vertraglichen Verpflichtungen bei Arriva Rail North.

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich vor allem aufgrund von Einstellungen von Lokführern bei Arriva Rail North.

Sparte Mainland Europe

  • Herausforderndes Handelsumfeld, besonders in Nordeuropa.
  • Streiks in den Niederlanden und witterungsbedingte Einschränkungen in Schweden hatten eine dämpfende Wirkung.
  • Positive Effekte aus Akquisition von Autotrans in Kroatien. 

Sparte Mainland Europe

1. Halbjahr

Veränderung

2018

2017

absolut

%

Reisende Bus in Mio.

386,4

385,2

+1,2

+0,3

Reisende Schiene in Mio.

61,5

58,2

+3,3

+5,7

Verkehrsleistung Schiene in Mio. Pkm

1.129

1.185

56

4,7

Betriebsleistung Bus in Mio. Buskm

361,3

362,8

– 1,5

– 0,4

Betriebsleistung Schiene in Mio. Trkm

26,6

27,8

– 1,2

– 4,3

Gesamtumsatz in Mio.

1.097

1.071

+ 26

+ 2,4

Außenumsatz in Mio.

1.050

1.028

+ 22

+ 2,1

EBITDA bereinigt in Mio.

146

146

EBIT bereinigt in Mio.

67

71

– 4

– 5,6

Brutto-Investitionen in Mio.

94

76

+ 18

+ 23,7

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

25.516

24.946

+ 570

+ 2,3

Die Leistungsentwicklung bei Mainland Europe war durch­­wachsen. Die Reisendenzahl stieg auf der Schiene (hauptsächlich aufgrund des Wegfalls von Einschränkungen durch Bauarbeiten in Schweden im Jahr 2017) und im Busverkehr (haupt­­sächlich in­­folge der Autotrans-Akquisition), während die Verkehrs- und die Betriebsleistung infolge von Streiks und witterungs­beding­­ten Einschränkungen zurückgingen.

Das bereinigte EBIT ist durch witterungsbedingte Einschränkungen in Schweden und Streiks in den Niederlan­­den gesunken. Die Akquisition von Autotrans wirkte sich da­gegen positiv aus.

  • Die Umsatzentwicklung war positiv, das ist vor allem auf die Autotrans-Akquisition zurückzuführen, teilweise kompensiert durch witterungsbedingte Einschränkun­­­gen in Schweden.
  • Die sonstigen betrieblichen Erträge (+ 9,0%) verringer­- ten sich nur geringfügig nach Anpassung von internen Effekten.
  • Der Personalaufwand (+ 2,8%) erhöhte sich durch die Akquisition von Autotrans, höhere Aufwendungen entstanden im Zusammen­­hang mit Fehlzeiten in den Nieder­­landen und der Erhöhung des Mindestlohns in Tschechien.
  • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 5,0%) sind nach Anpassung von internen Effekten stabil geblieben.
  • Die Abschreibungen (+ 5,3%) stiegen hauptsächlich durch vertraglich höhere Investitionen im Jahr 2017 und die Auto­trans-Akquisition.
  • Die Investitionen stiegen aufgrund der Erneuerung des Northern-Lines-Vertrags, die im Dezember 2020 wirksam wird.

Die Mitarbeiterzahl stieg hauptsächlich durch die Autotrans-­Akquisition.

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